Meine Geschichte mit Multipler Sklerose

Ich hätte nie gedacht, dass mein Körper mir eines Tages fremd wird.
Lange Zeit war ich einfach ich .. mit Plänen, Träumen und einem ganz normalen Leben. Bis plötzlich Dinge passierten, die ich mir nicht erklären konnte.

Die Diagnose Multiple Sklerose kam nicht über Nacht. Sie schlich sich langsam in mein Leben, begleitet von Unsicherheit, Angst und vielen Fragen. Dieser Blog ist meine Geschichte. Nicht die medizinische Version . sondern meine. Ehrlich, ungeschönt und echt.

Äußeres Gebäude in Toronto, Kanada

Der Weg zur Diagnose – und warum er alles andere als „einfach“ war

Vielleicht denkt ihr, es lief so:
Ich hatte neurologische Probleme, bin zum Arzt gegangen – und kam mit der Diagnose Multiple Sklerose wieder raus.

So klar. So logisch.
So falsch.

Das wäre fast schon der angenehme Weg gewesen.
Aber mein Weg begann ganz woanders. Viel früher. Und viel chaotischer.

Der ganze Spuk fing bereits 2019 an – und zunächst hatte nichts davon auch nur ansatzweise mit MS zu tun.
Bevor diese Diagnose überhaupt im Raum stand, gab es andere Vermutungen. Andere Diagnosen. Und vor allem: sehr viele Fragezeichen.

Ich war damals Mitte zwanzig.
Heute habe ich eine ausgeprägte Arzt-Phobie – und manchmal frage ich mich, ob genau dort alles seinen Ursprung hat.

Der Moment, der alles verändert hat

2018 habe ich noch Vollzeit als Küchenplanerin gearbeitet.
Nach der Arbeit ging ich regelmäßig zum Sport. Training war Ausgleich, Routine, Normalität.

Ich erinnere mich an diesen einen Abend, als wäre er erst letzte Woche gewesen.

Ich gehe duschen.
Ich lege mich ins Bett.
Und plötzlich – ohne Vorwarnung – trifft mich ein Schmerz in der Schulter, so extrem, dass mir die Luft wegbleibt.

Es fühlt sich an, als würde mir jemand ein Messer in die Schulter rammen.
Ein stechender, brutaler Schmerz.

Fuck?
Was ist das?

Ich versuche, ruhig zu bleiben.
Ich hatte an diesem Tag Oberkörper trainiert. Also rede ich mir ein, dass es nur eine falsche Bewegung war. Eine Verspannung. Eine Überlastung.

Nichts Ernstes.
So dachte ich.

Aber dieser Schmerz ging nicht mehr weg.
Nicht am nächsten Morgen.
Nicht nach ein paar Tagen.
Nicht nach Wochen.

Und ab diesem Moment war mein Leben nicht mehr das, was es vorher war.

Die Schulterschmerzen blieben.
Und mit ihnen begann eine Reise, von der ich damals nicht wusste, wie lang sie werden würde – und wie sehr sie mich verändern würde.

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Tourist beim Fotografieren eines Gebäudes
Fenster eines Gebäudes in Nürnberg, Deutschland

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